Pitribon
Anecos Urin-DüngerDer Urin-Dünger Pitribon
Der Urin-Dünger Pitribon von aneco ist ein Schweizer, lokaler und CO2-armer Dünger. Er wird mit Low-Tech-Technologie aus in Wohngebäuden gesammeltem Urin hergestellt. Es handelt sich um einen stickstoffhaltigen Volldünger, der für die Landwirtschaft, den Gartenbau und die Grünflächenpflege bestimmt ist und importierte, umweltschädliche und CO2-intensive Mineraldünger ersetzt.
Eine Lösung für ökologische Herausforderungen
Die Abwasserbewirtschaftung trägt erheblich zur wirtschaftlichen und produktiven Anfälligkeit der Schweizer Landwirtschaft bei. Die wertvollen Nährstoffe im Urin verschmutzen das Wasser, anstatt Böden und Pflanzen zu versorgen, was den jährlichen Import von mehr als 200’000 tCO2eq pro Jahr an Stickstoffdünger und die Einleitung von fast 40’000 Tonnen desselben Stickstoffs in das Abwasser erforderlich macht.
Um dieser grossen Herausforderung zu begegnen, entwickelt aneco einen einfachen und innovativen Vorschlag: einen lokal hergestellten Urin-Dünger namens Pitribon, der direkt an Landwirte oder öffentliche Körperschaften verkauft wird. Durch seine Herstellung können die Nährstoffe zurückgewonnen werden, bevor sie mit dem Abwasser vermischt werden. Der Kanton Genf hat über seine Wasserbehörde OCEau und die Landwirtschaftsbehörde OCAN großes Interesse bekundet und unterstützt die Entwicklung innovativer Lösungen wie Pitribon (Link).
Pitribon: unsere Vision
Die Idee hinter Pitribon ist es, den Urin der Stadtbewohner und Arbeitnehmer zu sammeln, um daraus einen Dünger (Pitribon) herzustellen, der in die umliegenden ländlichen Gebiete zurückgeführt wird, um die Städte zu ernähren. Der Urin-Dünger Pitribon steht in perfektem Einklang mit der Entwicklung einer lokalen Kreislaufwirtschaft, verbessert die lokale Agrarsouveränität und bindet gleichzeitig die städtischen Nutzer in die Produktion ihrer Lebensmittel ein.
Nach dem Prinzip der Trennung an der Quelle wird der Urin von den anderen Abwasserströmen getrennt, um eine Verunreinigung und Verdünnung zu vermeiden. Die Umwandlung des Urins in den Urin-Dünger Pitribon erfolgt direkt in den Gebäuden. Immobilienunternehmen, die ein System zur Herstellung von Pitribon installieren, amortisieren ihre Investitionen und tragen gleichzeitig zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung bei.
Funktionsprinzip
Der Pitribon-Filter ist ein Low-Tech-Verfahren zur Stabilisierung von Urin auf einem belüfteten Pflanzenkohlefilter. Beim Durchsickern durch den Filter wird der Urin nach und nach durch die sich dort entwickelnden Mikroorganismen nitrifiziert und in einen vollwertigen, geruchsneutralen Dünger umgewandelt: den Pitribon. Die Verweildauer im Filter beträgt etwa 3 Tage, und der Pitribon wird am Boden des Filters gesammelt.
Temperatur, Sauerstoff und Verweildauer sind die drei wichtigsten Parameter, die es zu kontrollieren gilt, um eine stabile, vollständige und homogene Behandlung des Urins zu gewährleisten.
Der Weg zur Markteinführung
aneco arbeitet seit 2017 an der Entwicklung des Verfahrens, um einen stabilen Dünger zu erhalten, der sicher in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann.
Die Zulassung von Pitribon für die Vermarktung ist für 2028 vorgesehen. Derzeit laufen Studien mit unserem Forschungspartner HEPIA und unserem Partner Équilibre, um die Stabilität und Unbedenklichkeit des Produkts (in Bezug auf Krankheitserreger und Mikroverunreinigungen) nachzuweisen.
Bereits jetzt glauben zahlreiche Immobilienunternehmen an Pitribon und unterstützen es, indem sie in die Integration der Pitribon-Produktion in ihre Immobilienprojekte investieren. Sobald die Zulassung bis 2028 erteilt ist, wird der Urin von rund tausend Personen gesammelt, um jährlich 400 m³ Pitribon zu produzieren.
Werden Sie Teil des Pitribon-Abenteuers
Wenn Sie interessiert sind und Teil des Abenteuers werden möchten, ein Pitribon-System in Ihr Bauprojekt integrieren möchten, mehr erfahren oder uns unterstützen möchten, kontaktieren Sie uns!