Der Verein aneco

Probleme im Zusammenhang mit der Abwasserbehandlung haben erhebliche Auswirkungen auf grundlegende Bedürfnisse wie Gesundheit, Ernährung oder den Zugang zu Trinkwasser. In der Schweiz hat die Einführung zentraler Abwasserreinigungssysteme (Kanalisationen und Kläranlagen) zu grossen Fortschritten im Bereich der öffentlichen Gesundheit und des Umweltschutzes geführt. Dieses System stösst jedoch angesichts aktueller ökologischer Herausforderungen wie dem Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen, Mikroverunreinigungen oder dem Klimawandel allmählich an seine Grenzen.

Es ist daher unerlässlich, das derzeitige lineare Abwasserreinigungssystem zu überdenken, das den Menschen und seine Ausscheidungen vollständig von den natürlichen Wasser- und Nährstoffkreisläufen abgekoppelt hat.

Wir sind überzeugt, dass die Entwicklung dezentraler, wasser- und energiesparender Systeme, die auf die lokale Verwertung von Abwasserressourcen ausgerichtet sind, für die Gestaltung einer nachhaltigeren Gesellschaft unerlässlich ist.

Im Jahr 2012 suchten die Wohnungsgenossenschaft Équilibre und ihr auf nachhaltiges Bauen spezialisierter Architekt Stéphane Fuchs, Direktor von ATBA, nach ökologischen Abwasserreinigungslösungen für den städtischen Raum. Sie wandten sich an den Biologen Philippe Morier-Genoud, der für seine langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet bekannt ist. Aus ihrer Zusammenarbeit entstehen verschiedene Projekte, und aufgrund dieser Erfolge steigt die Nachfrage nach solchen Lösungen stetig an.

Dies gilt insbesondere für die umweltbewusste Wohnungsgenossenschaft „La Bistoquette“, die diese Fachleute hinzuzog und darüber hinaus bereits 2018 einen Ausschuss aus Freiwilligen gründete, der sich diesem Thema widmete. Innerhalb dieses Ausschusses bildete sich ein junges, motiviertes und kompetentes Team von Umweltingenieur:innen, die sich leidenschaftlich für die Abwasserbehandlung engagieren.

Die Qualität der Zusammenarbeit ermöglichte es, die Gründung einer professionellen Struktur anzustreben, die in der Lage ist, den zahlreichen Anfragen nach ökologischer Abwasserbehandlung gerecht zu werden. So entstand im Jahr 2020 der Verein aneco, der sich der Verwertung der im Abwasser enthaltenen Ressourcen widmet.

aneco ist ein Verein, der sich aus 13 Mitgliedern zusammensetzt, die sich alle für ökologische Abwasserbehandlung begeistern und von den positiven Auswirkungen sowie der Notwendigkeit der Entwicklung solcher Systeme überzeugt sind.

Die Entscheidung für die Vereinsform entstand aus dem gemeinsamen Wunsch, ein „ideelles“ Ziel zu verfolgen und kollektive Entscheidungsfindung sowie eine flache Hierarchie zu fördern.

aneco besteht aus vier bezahlten Mitgliedern, die sich in den verschiedenen Aktivitäten des Vereins engagieren.

Ein vierköpfiger Ausschuss und unterstützende Mitglieder ergänzen das Team und bringen ihre externe Sichtweise als Fachleute ein.

Johanna Fernandez

Johanna Fernandez

Cheffe de projet Ingénieure EPF

Ivo Guilherme

Ivo Guilherme

Chef de projet Ingénieur EPF

Marius Klinger

Marius Klinger

Chef de projet Ingénieur EPF

Samuel Unterhofer

Samuel Unterhofer

Chef de projet Chimiste

Kayla Coppens

Kayla Coppens

Doctorante UniGE

Philippe Morier-Genoud

Philippe Morier-Genoud

Expert Biologiste

Stéphane Fuchs

Stéphane Fuchs

Membre du comité Architecte

Pauline Dayer

Pauline Dayer

Membre du comitéIngénieur EPF

Jean-Yves Genoud

Jean-Yves Genoud

Membre du comitéEnseignant de physique

Olivier Krumm

Olivier Krumm

Membre du comitéArchitecte